Samstag, 25 Nov 2017
"Es ist nur Geld"

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Autoren: Simone und Steffen Uttich

Verlag: Frankfurter Allgemeine Buch

ISBN: 978-3-89981-206-0

Anzahl der Seiten: 183

Preis: 17,90 Euro

Bereits der Titel und die Illustration eines Mannes auf dem Einband, der sich mit einem Geldschein eine Zigarette ansteckt, lassen einen zynischen Unterton erwarten, der sich wie ein roter Faden durch das Werk zieht. Statt einer „Positivliste“, also einer Reihe von Empfehlungen, wie man sein Geld richtig anlegen sollte, haben Simone und Steffen Uttich sich dazu entschieden, eine „Negativliste“ von 10 Fehlern zu veröffentlichen, die man bei der Geldanlage vermeiden sollte. Frei nach dem Motto: Wenn Sie diese zehn immer wieder in der Praxis gesehenen Fehler vermeiden, ist schon viel gewonnen.

Die 10 „Maximen“ erheben dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit, dürfen als allgemeingültig angesehen werden (nicht nut auf den Themenkreis Investmentfonds beschränkt) und liefern in ihren Begründungen zahlreiche Anregungen und Empfehlungen mehr, als das Inhaltsverzeichnis auf den ersten Blick erwarten lässt. So geht es z.B. um die mangelnde Risikostreuung, um den falsch verstandenen Ehrgeiz Steuern und Kosten sparen zu wollen, um den Herdentrieb, Chance-Risikorelationen und Modewellen. Dabei lebt das Werk vom kurzweiligen Schreibstil der Autoren und zahlreichen Praxisbeispielen, die zur Erklärung herangezogen werden. An dieser Stelle zahlt sich der kombinierte Erfahrungsschatz des Autoren-Ehepaars Uttich aus, er Finanzjournalist bei der FAZ, sie selbständige Anlageberaterin und ehemalige Bankerin. Beide fordern die Deutschen dazu auf, sich intensiver mit dem Geldanlage zu beschäftigen und verdeutlichen, dass die Materie weitaus weniger kompliziert ist, als von den meisten befürchtet wird und dass selbständige Kapitalanlage keine Magie ist, wohl aber ein Ergebnis systematischer Herangehensweisen mit Sinn und Verstand.

Zitat. „Es ist letztlich die Kunst der erfolgreichen Mehrung eines Vermögens, die Gier im Zaum zu halten und dem gesunden Menschenverstand eine Chance zu geben“.  Fazit: Leichte Kost, kurzweilig, einprägsam und in der Sache richtig. Nichts, was wir nicht schon gewusst hätten, aber ohne unnötigen Ballast schön ausformuliert.

Bewertet mit 4 von 5 Sternen ****

Rezensiert von Björn Drescher